Über Aquaponik
Was ist Aquaponik?

Ein Aquaponik System ist ein künstlich geschaffenes Öko-system, in welchem Fische und Pflanzen miteinander wachsen. Die Fische düngen durch ihre Ausscheidungen das Wasser und Pflanzen reinigen es für die Wiederverwendung durch ihre Entnahme in Form von Nitrat. Mit dieser Anbaumethoden dürfen keine künstlichen oder schädlichen Dünger oder Pestizide verwendet werden, weil diese sich direkt auf die Gesundheit der Tiere nieder-schlägt. Damit ist Aquaponik eine nachhaltige und öko-logische Anbaumethode, die es auch auf geringem Raum möglich macht, Pflanzen bis zur Reife anzuziehen.

Ein gutes Aquaponik System befindet sich wie die Natur in einem sensiblen Gleichgewicht zwischen Fischen, Pflanzen und Bakterien.

Wie funktioniert Aquaponik?

Das Prinzip ist der Menschheit schon lange bekannt. Wir benutzen Dünger, um die Fruchtbarkeit unserer Böden zu erhöhen. Wertvolles Nitrat ist essentieller Bestandteil einer ausgewogenen Pflanzenernährung. Auch aus Fischausscheidungen, hauptsächlich bestehend aus Ammonium, lässt sich diese wertvolle Zutat gewinnen. Wir müssen nur die richtigen Organismen für diesen Job finden. Zum Glück gibt es in der Natur nitrifizierende Bakterien, die sich auf diesen Job speziallisiert haben. In Aquaponik Systemen gibt es immer einen speziellen Ort für diese Bakterien, die das Ammonium der Fische in wertvollen Pflanzendünger umwandeln. Unsere Pflanzen können das Endprodukt über ihre Wurzeln aus dem Wasser ziehen reinigen es so gleichzeitig für unsere Fische.

Aquaponik und Permakultur
1. Beobachte und integriere
Die Natur ist ein System, das an Nachhaltigkeit und Effizienz unübertroffen ist. Aquaponik ist das Ergebnis von Beobachtung und Integration natürlicher Zustände.
2. Sammle und speichere Energie
Wir möchten unsere verschiedenen Ressourcen so effizient wie möglich nutzen und langfristig erhalten.
3. Erwirtschafte einen Ertrag
Natürlich muss es sich lohnen, Lebensmittel herzustellen. Eine erfolgreiche Landwirtschaft bedeutet auch, dass alle anderen Mitglieder der Wertschöpfungskette profitieren.
5. Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen
Wir wollen nur von den Ressourcen leben, für deren Erhaltung wir auch selbst gesorgt haben.
4. Wende Selbstregulierung an und lerne aus dem Feedback
In einem kontrollierten Ökosystem wie Aquaponik können wir Rückkoppelungen, die unangemessenes Wachstum oder Verhalten fördern, möglichst gering halten.
6. Produziere keinen Abfall
Das Prinzip „Produziere keinen Abfall“ leitet uns dazu an, Wege zu suchen, die zu einer Minimierung von Umweltverschmutzung und der Erzeugung von Abfällen führen. Unser Ziel ist es, alle Outputs unseres Systems produktiv zu nutzen.
7. Gestalte zuerst Muster und dann Details
Wir müssen eine ganzheitliche Perspektive einnehmen. Wir wollen nachhaltige und zukunftsorientierte Landwirtschaft betreiben.
8. Integrieren statt ausgrenzen
Unsere fortschreitende Spezialisierung auf immer höhere Ertäge läuft zu Kosten unserer nachhaltigen Kapazitäten. Viele unserer heutigen Probleme können wir durch das Einbeziehen anderer Elemente in unsere Systeme gelöst werden.
9. Nutze kleine & langsame Lösungen
Aquaponik ist ein System, dass einen kleinen, praktischen und energieeffizienten Maßstab besitzt.
10. Nutze & schätze die Vielfalt
Aquaponik schafft eine Balance zwischen Verschiedenheit und Produktivität.
11. Nutze Randzonen und schätze das Marginale
„Denke nicht, Du bist auf dem richtigen Weg, nur weil der Boden festgetreten ist.“
12. Nutze & reagiere kreativ auf Veränderung
Anpassung ist die größte Stärke des Menschen. Aquaponik ist ein gutes Beispiel.
Woher kommt Aquaponik?

Aquaponik bei den Azteken

Einen Vorläufer der Hydroponik, wie sie heute auch in modernen Aquaponiksystemen eingesetzt wird, wurde schon vor 1000 Jahren von den Azteken erfunden. Bevor die Azteken in Mittelamerika ihr Imperium aufbauen konnten, lebten sie ursprünglich an den Ufern des Tenochtitlan-Sees im heutigen Mexiko. Dieser Süsswassersee war umgeben von Sumpfgebieten und steilen Berghängen, was einen grossflächigen Ackerbau unmöglich machte. Also wichen die Azteken für den Anbau ihrer Feldfrüchte auf den Tenochtitlan See aus: aus Schilf und Buschwerk konstruierten sie grosse Flösse, die in dem See verankert wurden. Auf diese Flösse wurde eine Erdschicht aufgebracht, die aus dem schlammigen Sediment des flachen Sees gewonnen wurde. In die Erde pflanzten die Azteken dann die Sämlinge ihrer Ackerpflanzen, deren Wurzeln nach kurzer Zeit durch das Schilfgeflecht hindurch in das Wasser wuchsen. Die “Chinampas“, wie diese Flösse genannt wurden, waren einerseits eine der Grundlagen für die Ausbildung einer mächtigen Zivilisation und sind gleichzeitig ein Ur-Modell für eine moderne Variante der Hydroponik – die Aquaponik.

Fische in chinesischen Reisfeldern

Die Reisterrassen der Hani in Südchina gehören zu den ältesten und schönsten der Welt. Zusammen bilden sie ein nachhaltiges Landwirtschaftssystem: Zunächst dienen die Felder dem Reisanbau, 48 alte Sorten Reis gibt es hier noch. Doch nicht nur. Die Bauern lassen Enten in den gefluteten Feldern schwimmen und vor allem Fische.Mehr als 100 Kilo Fisch schwimmen in einem Reisfeld.

 

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